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Gastspielreise nach Südafrika vom 19.2.-11.3.2006:

 

 

 

So. 19.2.2006

Hinreise

Abf. Aalen 14.35 Uhr

 

Mo. 20.2.2006

Pt. Elizabeth

...

Di. 21.2.2006

Enon / Pt. Elizabeth

Konz. Moravian Church Enon
Konz. Arcadia Church P.E.

Mi. 22.2.2006

Oudtshoorn

...

Do. 23.2.2006

Oudtshoorn

Konz. Stadthalle Oudtshoorn

Fr. 24.2.2006

Kapstadt

...  

Sa. 25.2.2006

Kapstadt

Konz. Moravian Church Kapst.

So. 26.2.2006

Langa

Bläsergd. Langa
Konz. Kindergarten Langa

Mo. 27.2.2006

Genadendaal

Konz. Moravian Church Gen.

Di. 28.2.2006

Elim / Arniston

Konz. Moravian Church Elim

Mi. 1.3.2006

Wupperthal

...  

Do. 2.3.2006

Wupperthal

Konz. Morav. Church Wupp.

Fr. 3.3.2006

Mamre

...  

Sa. 4.3.2006

Mamre

Konz. Moravian Church Mamre

So. 5.3.2006

Mamre

Bläsergd. Mor. Church Mamre

Mo. 6.3.2006

Blyde River

Flug nach Johannesburg

Di. 7.3.2006

Satare

Krügerpark

Mi. 8.3.2006

Pretoria

  ...

Do. 9.3.2006

Soweto/Pretoria

Konz. in Soweto
Konz. Luth. Kirche Pretoria

Fr. 10.3.2006

Pretoria

Rückflug nach Frankfurt

Sa. 11.3.2006

Frankfurt/Essingen

Ank. Mögglingen 10.20 Uhr

 


21 Tage Musik, Begegnung
und afrikanische Sonne

Endlich war es soweit, nach jahrelanger Vorbereitung startete am Sonntagabend, den 19. Februar in Frankfurt unser Flugzeug in den nächtlichen Himmel Richtung Südafrika.

Für 16 der 33 Teilnehmer war dies die erste Konzertreise in das 9000 Kilometer entfernte Land im Süden von Afrika. Mit etwas Verspätung und einem etwas längeren Aufenthalt in Johannesburg erreichten wir am späten Montagnachmittag Port Elizabeth, wo wir von dem dortigen Posaunenchor auf musikalische Weise herzlich empfangen wurden.

Nach einem Abend am Strand des Indischen Ozeans und einer erholsamen Nacht in unseren Gastfamilien, fuhren wir am nächsten Tag mit unseren 5 Kleinbussen zur Missionsstation in Enon, wo unser erstes Konzert in der afrikanischen Mittagssonne stattfand.Wir waren begeistert von der Herzlichkeit der ganzen Gemeinde, so dass am Ende der Abschied allen sichtlich schwer fiel.
 Nach einem schönen abendlichen  Kirchenkonzert in der Arcadia Moravian Church von Port Elizabeth ging es am nächsten Tag weiter Richtung Westen nach Oudtshoorn, dem Zentrum der Straußenzucht. Neben dem Konzert in der Stadthalle war noch genügend Zeit um die größte Tropfsteinhöhle der Welt zu besichtigen und die Spezialitäten der afrikanischen Küche zu genießen.  

Von dort aus ging es dann durch die Halbwüste der "Kleinen Karoo" nach Kapstadt, wo wir am Freitagabend die Sonne am  Horizont des Atlantiks untergehen sahen, und uns am nächsten Tag bei herrlichem Wetter auf dem Tafelberg einen Überblick über die Kapregion verschaffen konnten.


Nach dem Konzert am Samstagabend in Lansdowne spielten wir am Sonntagmorgen in einem afrikanischen Gottesdienst, der nach fast 3 Stunden mit Musik, Tanz und Abendmahl zu Ende ging. Danach besuchten wir den Kindergarten in Langa, der seit 5 Jahren von der Gemeinde Essingen, dem Erlös des "Eine-Welt-Verkaufs" und dem Posaunenchor finanziell unterstützt wird. Wir waren alle überrascht, wie positiv sich dieser Kindergarten in den letzten Jahren entwickelt hat, in dem 87 Kinder im Alter von 2 - 6 Jahren tagsüber betreut und verpflegt werden.

Die nächsten 2 Tage ging es dann in das heiße Landesinnere nach Genadendal, wo wir viele alte Bekannte trafen und am Montagabend in der wunderschönen Kirche von Genadendal unser fünftes Bläserkonzert gaben. Am nächsten Tag ging es zum südlichsten Punkt von Afrika, zum Kap Agulhas, wo wir nach einem Badenachmittag über 50 km Schotterstraße unseren nächsten Konzertort, die Missionsstation Elim, erreichten. Neben der beeindruckenden Kirche war ein Besuch in dem Heim für behinderte Kinder in Elim ein unvergessliches Erlebnis. Mitten in der Nacht kamen wir müde, aber auch mit vielen neuen Eindrücken wieder nach Genadendal zurück, von wo es dann nach einem morgendlichen Konzert in der Schule 300 km in den Norden von Südafrika ging. Über eine 70 km lange bergige Sandpiste erreichten wir schließlich ein kleines Paradies, die Missionsstation Wupperthal inmitten der Cedar Mountains.

Uns faszinierte nicht nur das begeisterungsfähige Publikum beim Konzert, bei dem wir ohne Strom auskommen mussten, sondern vor allem die Erholung für Körper, Geist und Seele. Nach diesem ganz besonderen Aufenthalt unter dem unvergesslichen Sternenhimmel ging es weiter nach Mamre, wo wir am Samstagabend in der Schulhalle ein Konzert gaben und am nächsten Morgen in Pella gemeinsam mit 3 afrikanischen Posaunenchören ein einem Gottesdienst spielten.

 
Nach einem zweistündigen Flug von Kapstadt nach Johannesburg machten wir uns auf den Weg, um den Blyde River Canyon und den Krügernationalpark im Osten von Südafrika zu besuchen.
Uns faszinierte nicht nur die atemberaubende Landschaft, sondern auch die vielen frei lebenden Tiere, die wir auf diesem Abschnitt unserer Reise sehen durften. Die letzten Stationen unserer Reise waren das Township Soweto, mit seinen drei Millionen Einwohnern, in dem wir vor dem Denkmal für den Schüleraufstand im Jahr 1976 ein Konzert gaben, und die deutsche Lutherische Gemeinde von Pretoria, bei der unser letztes Konzert stattfand. Mit einer bereits gewohnten Verspätung ging es dann am Freitagabend wieder zurück in die Heimat.
Am Samstagnachmittag wurden wir in Mögglingen von unseren daheim gebliebenen Bläsern und Familien herzlich in Empfang genommen. Wir danken allen, die uns auf dieser Reise unterstützt haben. Vor allem aber danken wir unserem Vater im Himmel, der uns auf dieser Reise behütet und bewahrt hat.

Reinhard Liebhäußer, Chorleiter